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2020

Neue Tricks für alte Hunde? Informatisierung und Digitalisierung als Herausforderung des notwendigen Kompetenzspektrums in Lehrvermittlung und Forschung
Neue Tricks für alte Hunde? Informatisierung und Digitalisierung als Herausforderung des notwendigen Kompetenzspektrums in Lehrvermittlung und Forschung

Die steigenden Kompetenzanforderungen in professionellen Kontexten Sozialer Berufe stellt auch eine zunehmende Herausforderungen an Ausbildungsprofile und Lehre dar. Die alle Lebensbereiche verändernde Informatisierung sowie der Trend zu Digitalisierung vieler administrativer Prozesse, aber auch verstärkt in der interpersonalen Interaktion, manifestiert die Notwendigkeit des Erwerbs neuer Kompetenzen zur Ausbildung einer umfassenden Digitalen und Data Literacy, also dem verständigen Umgang mit Daten und deren Interpretation und anderer Digitalkompetenzen. Gerade in Sozialen Berufen ist es jedoch wichtig, Datenermittlung und -interpretation als umfassendes Konzept zu vermitteln. Diese Aufgabe stellt zum einen eine besondere Herausforderung an die Ausbildungsprofile der Hochschulen dar, zum anderen jedoch auch an die eigenen Kompetenzen Lehrender, sowie des wissenschaftlichen Nachwuchses. Dieser Beitrag stellt zuerst Optionen der Anpassung der Ausbildungsprofile Sozialer Berufe vor. Im nächsten Schritt werden dann die dafür notwendigen Kompetenzprofile der Wissensvermittelnden, sowie Voraussetzungen für eine erfolgreiche Kompetenzvermittlung in der Lehre kritisch beleuchtet. Dabei stehen veränderte methodische Kenntnisse, die Bewältigung ethischer Fragestellungen und immer zentraler die kritischer Reflexionskompetenz in einer von Digitalisierung veränderten sozialen Wirklichkeit und vom digitalen Kapitalismus geprägten gesellschaftlichen Gesamtkontext im Vordergrund.

2019

A global metamorphosis? A theory of evolution of a digital capitalism

One of the reoccurring phenomena of hegemonic transitions is the inability of the existing leader to establish a similar leadership position in a newly emerging and structurally different commercial and organizational arrangement. This shift in the geographical and political location of power has been explained as the outcome of the leader’s experience of success in the current setting, creating an entrenched institutional setting (in a broader sense) that proves adaptive in defending its turf but less so in fostering the rise of new leading sectors. The rise of digital technologies and subsequent development of a truly globalized world economy have further cast doubt on any single hegemonic state to emerge in the future. Furthermore, it is argued that the digital capitalist mode differs substantially from that of previous, capitalist modes of development and power. However, the case of Britain’s continued leadership over an extended period of time (and separate long waves) has shown that hegemonic leaders are able to play host to two separate developmental logics as part of the ‘metamorphosis’ (Beck 2016) with the disruptive new system being dependent on the old for its emergence. This paper builds argues that the extension of leadership from an old to a new commercial and organizational arrangement is dependent on the systemic nature of the world system and thus on the predominant form of capitalism: industrial or digital. It concludes that the shift from an industrial phase to the new digital commercial phase puts the current systemic leader, the United States, in a position of continued leadership over two long-waves. Using currently available data, the paper traces this leadership role empirically, proposing different possible scenarios of future world system development and possible leadership roles therein.

Der Einfluss der Digitalisierung auf Lehre und Ausbildungsprofile in der Sozialen Arbeit: Digitalkompetenz und Data Literacy als notwendige professionelle Kompetenzen für Soziale Arbeit
Der Einfluss der Digitalisierung auf Lehre und Ausbildungsprofile in der Sozialen Arbeit: Digitalkompetenz und Data Literacy als notwendige professionelle Kompetenzen für Soziale Arbeit

Die steigenden Anforderungen der Evidenz-basierten Ausgestaltung in professionellen Kontexten von Sozialer Arbeit stellt zunehmende Herausforderungen an die Ausbildungsprofile in der Lehre dar. Der zunehmende Trend zu quantitativen Formen der Vermittlung von Evidenz wird durch die Digitalisierung noch weiter beschleunigt und manifestiert die Notwendigkeit der Verbindung qualitativer und quantitativer Kompetenzen zur Ausbildung einer umfassenden Data Literacy, also dem verständigen Umgang mit Daten und deren Interpretation. Gerade in der Sozialen Arbeit ist es jedoch wichtig, Datenermittlung und -interpretation als umfassendes Konzept zu vermitteln. Am Beispiel der sozialraumorientierten Arbeit und der Methode der Netzwerkanakyse stellt dieser Beitrag neue Möglichkeiten einer Verbindung von qualitativen und quantitativen Methoden in der Netzwerkanalyse vor und diskutiert notwendige Kompetenzprofile sowie Voraussetzungen für eine erfolgreiche Kompetenzvermittlung in der Lehre unter Berücksichtigung methodischer Kenntnisse, ethischer Fragestellungen und kritischer Reflexionsfähigkeit in einer von Digitalisierung geprägten sozialen Wirklichkeit und vom digitalen Kapitalismus geprägten gesellschaftlichen Gesamtkontexts.