DigitalKompetenz

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Projekt “Caritas DigitalKompetenz”

Es besteht eine zunehmende Diskongruenz zwischen von Anbietern geforderten und in der Ausbildung vermittelten Kompetenzen in der Sozialen Arbeit und Pflege. Zusätzlich stehen Anbieter und Wohlfahrtsverbände vor weiteren Herausforderungen im Bereich der Mitarbeiter_innengewinnung, -förderung und -weiterbildung, Diese Herausforderungen stehen mit der oben beschriebenen Diskongruenz in engem Zusammenhang. Dieses Projekt hat zum einen zum Ziel, auf der Basis des Kompetenzkonzepts diesen Herausforderungen mit konkreten Lösungen zu begegnen und diese wissenschaftlich zu begleiten. Zusätzlich hat das Projekt zum Ziel, die digitale Transformation von Arbeit im Sozialen Bereich aktiv zu gestalten und somit deren Potenziale und Risiken zu erforschen, Lösungen zu entwickeln und deren Auswirkungen wissenschaftlich zu untersuchen.

Im Zentrum dieses Projekts stehen Kompetenzen, die für eine erfolgreiche Wirkmächtigkeit (Agency) von Mitarbeitenden (MA) aber auch Unternehmungen im Sozialen Bereich von zentraler Bedeutung sind.

Ziel des Projektes ist es, Prozesse zu entwickeln, die eine Kompetenzdefinition ermöglichen, die sich sowohl aus den Tätigkeits- und Erfahrungsprofilen der MA ergeben, aber auch aus den Anforderungsprofilen der im Unternehmen in Verbindung mit Digitalisierung auftretenden Prozesse der Leistungserbringung. Mit der Benennung dieser Kompetenzen werden diese

  1. transparent und zugleich
  2. messbar sowie
  3. als Daten im Rahmen der durch Digitalisierung erzeugten Transformation von Arbeitsprozessen analysierbar gemacht.

Somit ist ein wesentliches Ziel, die Entwicklung eines Caritas Kompetenzrasters, das sowohl extern geforderte Elemente (etwa aus gesetzlichen Bestimmungen oder aus der Zusammenarbeit mit anderen Partnern), wie auch Caritas-eigene und dem spezifischen Arbeitsfeld entsprungene Elemente berücksichtigt. Die gemeinsame und dynamische (also: nicht statisch, einmal festgelegt und in zehn Jahren wieder ergänzte) Erarbeitung der Kompetenzraster mit allen wesentlichen Stakeholdern ist dabei ein zentraler Aspekt.

Ein weiteres wesentliches Ziel des Projektes ist die Entwicklung von Prozessen, die eine nachhaltige Vermittlung der hieraus identifizierten Kompetenzen und gebündeleten Kompetenzprofile im Sinne eines “lebenslangen Lernens” orientierten Ansatzes verfolgt. In anderen Worten: MA, Leitungnsverantwortliche und Partner entwicklen gemeinsam kompetenz-orientierte Anforderungsprofile, deren Vermittlung Bestandeil der normalen Arbeitsprozesse in der Caritas werden. Zugleich wird hier sichergestellt, dass alle erworbenen Kompetenzen immer individuell sichtbar geamcht werden. Analog ist dies auch für die Sichtbarkeit der “institutionellen Kompetenz” ein wichtiges Element. So können Anbieter von Leistungen die Kompetenz der Möglichkeit der Leistungserbringung schnell und empirisch belegt darstellen.

Teaser

In diesem Teaser werden die zentralen Themen besprochen:

Projektskizze

Die Projektskizze ist als online Mindmap konzipiert und stellt ein “living document” (ein dynamisches, interaktives Dokument) dar, das gemeinsam mit Projektteilnehmenden weiterentwickelt werden kann und soll. In dieser Präsentation (Stand: 06.12.2019) werden die Kernelemente kurz erläutert:

Professur Internationale Soziale Arbeit und Empirische Forschungsmethoden

Mein Forschungsfokus umfasst die langzeitliche Entwicklunng hin zum digitalen Kapitalismus, Digital Literacy und innovative Lehrmethoden.